Wettbewerbe GVDK e.V.

Zeitungsartikel zum Schülerwettbewerb 2012

"Römer-Geschichten zum Frühstück" am 04.12.2012 in der Frankfurter Neuen Presse

Mit dem Gedicht „Mein Leben ins Glück“ hat Isabella Schwarz einen Preis beim Philosophiewettbewerb gewonnen.

Römer-Geschichten zum Frühstück Die Liebe zum Philosophieren wurde Isabella (11) in die Wiege gelegt – nun hat sie bei einem Wettbewerb gewonnen. Der Kelkheimer Verein hat die Aktion einmal mehr initiiert – und 122 Schüler waren dabei.
Es war ein schöner Spaziergang, bei dem Isabella den richtigen Dreh für ihr Projekt fand, mit dem sie sich für den Schüler-Wettbewerb der Philosophie-Arena bewerben wollte. "Ich bin einfach auf die Idee gekommen, als ich im Wald mit meiner Mutter war", erzählt die Elfjährige. Ihre Gedanken verpackte die Kelkheimerin in klangvolle und kluge Verse ("Extra"). Zudem dachte sie sich eine Geschichte aus, in der sie nach der Bedeutung von Glück sucht. Gelohnt hat sich die Mühe allemal: Nicht nur, dass Isabella zum Workshop eingeladen wurde, sie gewann auch einen der ersten Preise beim Wettbewerb.
Schüler animiert

Die Liebe zur Philosophie könnte Isabella von ihrer Mutter Barbara Schwarz geerbt haben. Die Österreicherin unterrichtet nämlich Latein und Philosophie an der Nikolaus-August-Otto-Schule in Bad Schwalbach. Amüsanterweise zählt auch sie in gewisser Weise zu den Preisträgern, weil nicht nur ihre Tochter, sondern obendrein drei ihrer Schülerinnen am Wochenende feierlich prämiert wurden. "Alle Schüler sind mit dem Fach zu begeistern", erklärt die Lehrerin. Aus ihrer Sicht ist Philosophie ein wichtiges Fach für Heranwachsende. "Die Schüler lernen, kritisch zu denken", meint Schwarz, die mit ihrer Familie in Münster lebt. Dass Philosophie in deutschen Schulen bislang eine Ausnahme ist, ist ihrer Meinung nach sehr bedauerlich. Zumal sie aus Österreich das Gegenteil gewohnt sei: "In Österreich sind Philosophie und Psychologie Pflicht." Die Fächer seien sogar richtige Zugpferde für die Gymnasien und die Teilnahme an Wettbewerben sei gang und gebe.
Grübeln im Alltag

Mit Isabella freut sie sich sehr. "Sie kann wahnsinnig toll dichten", sagt die stolze Mutter. Zu verdanken hat Isabella dies wohl nicht so sehr ihrer Mama, sondern ihrem Deutschlehrer in der Grundschule, der seine Schüler zum Schreiben von Gedichten animierte. Allerdings, das Denken und Grübeln ist im Hause Schwarz im Alltag integriert. So erzählt die Mama ihren Kindern beim Frühstück gerne Geschichten von den Alten Römern. "Ich weiß, das ist furchtbar", gesteht die Philosophin lachend. "Ich erzähle halt gerne." Nur beim Rechtschreiben musste sie ihrer Tochter übrigens ein wenig zur Seite stehen. Denn da hapert es bei Isabella ein wenig. Aber wer so schön dichten kann, bei dem fällt das wohl nicht so ins Gewicht.

Andreas Fornefett, Vorsitzender vom Philosophieforum Kelkheim, dem Trägerverein der Philosophie-Arena, freut ich über die rege Teilnahme und hohe Qualität der Projekte in diesem Jahr. "Wir haben hervorragende Arbeiten eingereicht bekommen." Mit der Allianz-Kulturstiftung wurde die Aktion finanziert, an dem sich 122 Schüler mit Texten, Videos und Installationen beteiligten. Ziel ist laut Fornefett, die Methode des Philosophierens – das Stellen von Fragen – zu fördern. Weisheit sei eben nicht, Antworten parat zu haben. Sondern im Sinne von Sokrates zu wissen: "Ich weiß, dass ich nicht weiß."

Die Philosophie ermögliche den Menschen, die moderne Form der Freiheit und die Vielfalt zuzulassen. Wer Fragen stelle, ist Fornefett überzeugt, lerne andere Blickrichtungen einzunehmen. Wichtig für den Erfolg des Wettbewerbs sind die Lehrer, die ihre Schüler, wie Barbara Schwarz zur Teilnahme animieren. Fornefett hofft, dass dies in Zukunft noch mehr Lehrer tun. Im Main-Taunus-Kreis war Isabelle jedenfalls die einzige Preisträgerin.
Artikel vom 04.12.2012, verfasst von Melanie Taylor in der Frankfurter Neuen Presse:  www.fnp.de/rhein-main/main-taunus/Roemer-Geschichten-zum-Fruehstueck;art676,205226

Schülerwettbewerb 2018

Einsendeschluss:
20. August 2018

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