Registereintrag:

 

Eintragung im Vereinsregister.

Registergericht: Amtsgericht Lübeck

Registernummer: HRB VR 3429 HL

Satzung

Satzung des Vereins: Gesellschaft für Vernetztes Denken und Komplexitätsmanagement e.V. (GVDK)

in der Version: 0.01.08 vom 31. August 2017

I. Teil Allgemeines

Erster Abschnitt Allgemeines

§ 1 Name, Sitz, Eintragung, Geschäftsjahr

  1. Der Verein trägt den Namen Gesellschaft für Vernetztes Denken und Komplexitätsmanagement e.V. (GVDK).
  2. Er hat den Sitz in Frankfurt am Main, Hessen, Deutschland.
  3. Er soll in das Vereinsregister eingetragen werden.
  4. Das Geschäftsjahr des GVDK ist das Kalenderjahr.

§ 2 Vereinszweck

  1. Der Verein verfolgt den nachfolgenden, ausschließlich und unmittelbar gemeinnützigen Zweck im Sinne des Abschnitts „Steuerbegünstigte Zwecke“ der Abgabenordnung: Förderung der Volks- und Berufsbildung (Bildung). Die Mission des Vereins besteht darin, dass zukünftig wirklich alle (!) bessere Entscheidungen treffen durch Vernetztes Denken. Der Verein steht für einen anderen & besseren Umgang mit Komplexität durch Ursache-Wirkungsmodellierung und engagiert sich für die nachhaltige Etablierung der Methode „Vernetzten Denken“ in der täglichen Praxis und in allen Entscheidungssituationen – sei es im privaten, unternehmerischen, politischen oder gesellschaftlichen Bereich.
  2. Durch eine gezielte Förderung der Volks- und Berufsbildung soll die Bevölkerung daher für Vernetztes Denken sensibilisiert und zudem dazu befähigt werden, diese Methode auch in der täglichen Praxis einsetzen zu können.
  3. Der Satzungszweck wird insbesondere durch die folgenden Aufgaben/Aktivitäten des Vereins verwirklicht:
    • Erfahrungs- und Wissensaustausch zwischen Mitgliedern, Interessenten und Experten z.B. durch Vortrags- und Diskussionsveranstaltungen, Erfahrungsberichten und Publikationen
    • Hilfestellung bei der Anwendung des Vernetzten Denkens (Modellierung) z.B. durch kostenlose oder max. kostendeckende Anwender-Treffen und Open-Space-Veranstaltungen. Bei den Veranstaltungen steht die gemeinsame Anwendung / Modellierung zu unterschiedlichsten und aktuellen Themen im Vordergrund ebenso die Vermittlung von Best-Practice-Ansätzen sowie Tipps & Tricks bzgl. der Modellierung.
    • Förderung des Bekanntheitsgrades der Methode Vernetztes Denken z.B. durch die Vergabe des „Awards für Vernetztes Denken und Komplexitätsmanagement“. Mit dem Award sollen jährlich Projekte aus der Praxis ausgezeichnet werden, die mit einem innovativen Ansatz einen nachweisbaren Beitrag zum erfolgreichen Einsatz bzw. zur Verbreitung der Methode Vernetztes Denken geleistet haben.
    • Durchführung von gemeinnützigen Initiativen zwecks Verbreitung der Methode Vernetztes Denken z.B. an Schulen, Kindergärten, Universitäten und sonstigen Weiterbildungseinrichtungen.
    • Sensibilisierung der Öffentlichkeit für Vernetztes Denken und Komplexitätsmanagement durch Vortrags- und Diskussionsveranstaltungen, Aktionen, Initiativen und Publikationen.
    • Werbung neuer Mitglieder und Förderung des Vereinslebens durch Veranstaltungen und Events.
  4. Der Verein erbringt ausdrücklich selbst keine Dienstleistungen wie Training, Schulung, Coaching, Beratung, Moderation und Modellerstellung auf kommerzieller Basis und entwickelt und/oder vertreibt auch keine Produkte wie Software bzw. Schulungs- und Weiterbildungsangebote.

§ 3 Selbstlosigkeit

  1. Die Körperschaft ist selbstlos (gemeinnützig) tätig; sie verfolgt nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche Zwecke. Mittel der Körperschaft dürfen nur für die satzungsmäßigen Zwecke verwendet werden. Die Mitglieder erhalten keine Zuwendungen aus Mitteln der Körperschaft.
  2. Es darf keine Person durch Ausgaben, die dem Zweck der Körperschaft fremd sind, oder durch unverhältnismäßig hohe Vergütungen begünstigt werden.

Zweiter Abschnitt Mitgliedschaft, Rechte und Pflichten

§ 4 Mitgliedschaft

  1. Der GVDK unterscheidet die folgenden Arten der Mitgliedschaft
    1. die Persönliche Mitgliedschaft
    2. die Institutionelle Mitgliedschaft.
  2. Jede natürliche Person ohne Ansehen des Geschlechtes, der Hautfarbe, der Herkunft, der Religion, des Berufes und der sexuellen Orientierung kann, sofern sie die Ziele des Vereins unterstützt, die Persönliche Mitgliedschaft erhalten.
  3. Juristische Personen, insbesondere Firmen, Körperschaften, Schulen, Hochschulen sowie (Lehr-)Institute können die Institutionelle Mitgliedschaft erhalten, sofern sie sich der Weiterentwicklung und Verbreitung des Vernetztes Denkens in besonderem Maße verpflichtet fühlen und die Ziele des Vereins unterstützen.
  4. Der Antrag auf Mitgliedschaft ist schriftlich über die Geschäftsstelle beim Vorstand einzureichen.
    1. Für die Persönliche Mitgliedschaft (Natürlicher Personen) soll der Antrag insbesondere die Angaben zu Vornamen, Familienname, Geschlecht, Geburtsdatum und –ort, Beruf, Anschrift und Elektronische Kontaktdaten, bei Minderjährigen zusätzliche Angaben zu den Erziehungsberechtigten enthalten. Bei Minderjährigen muss der Antrag zusätzlich die Zustimmung der gesetzlichen Vertreter enthalten.
    2. Für die Institutionelle Mitgliedschaft (Juristischer Personen) soll der Antrag insbesondere Angaben zu Firmenname, Firmensitz, Firmenzweck, Größe und Branche bzw. vergleichbare Daten für Schulen, Institute etc. sowie den verantwortlichen Ansprechpartner (rechtlichen Vertreter). Der Antrag ist vom rechtlichen Vertreter zu unterzeichnen.
      Mit dem Einreichen des Mitgliedsantrages erklärt das künftige Mitglied, dass es die Satzung und zugehörigen Ordnungen sowie die Datenschutzbestimmungen anerkennt.
  5. Der Vorstand entscheidet über die Aufnahme als Mitglied. Einen ablehnenden Bescheid muss der Vorstand begründen und dem Antragsteller zustellen. Der Antragsteller kann innerhalb von 14 Tagen ab Zugang des ablehnenden Bescheides schriftlich beim Vorstand Beschwerde einlegen. Über die Beschwerde entscheidet die nächste Mitgliederversammlung abschließend.
  6. Die Mitgliederversammlung kann im Falle von Absatz 4 den Einsatz elektronischer Verfahren zulassen, wenn diese die Identität des Antragstellers in gleicher Weise wie das schriftliche Verfahren sicherstellen.

§ 5 Ende der Mitgliedschaft

  1. Die Mitgliedschaft endet:
    1. durch Tod des Mitglieds,
    2. durch Kündigung des Mitglieds, die schriftlich zu Händen der Geschäftsstelle unter Einhaltung einer dreimonatigen Kündigungsfrist auf den Schluss eines Kalenderjahres ausgesprochen werden kann,
    3. bei Firmenmitgliedschaften durch Auflösung der Gesellschaft,
    4. durch Ausschluss, der vom Vorstand aus wichtigem Grund beschlossen wird.
  2. Der Ausschluss eines Mitglieds kann vom Vorstand mit 3/4-Mehrheit beschlossen werden, wenn ein wichtiger Grund vorliegt. Wichtige Gründe sind insbesondere:
    • Ein Verhalten, das im ernsthaften Widerspruch zu den Aufgaben und Interessen des Vereins steht oder sein Ansehen gefährdet.
    • Grobe oder wiederholte Zuwiderhandlung gegen die Satzung oder Beschlüsse der Mitgliederversammlung.
    • Nichtzahlung des Jahresbeitrags trotz Mahnung bis zum 30. April des jeweiligen Jahres. Im Falle der Beendigung der Mitgliedschaft durch Nichtzahlung des Mitgliedsbeitrages bleibt die Pflicht zur Zahlung der fällig gewordenen Mitgliedsbeiträge in vollem Umfang bestehen.
  3. Der Ausschließungsbeschluss ist dem Mitglied schriftlich bekannt zu geben. Das Mitglied kann binnen 14 Tagen nach Zugang schriftlich beim Vorstand Beschwerde einlegen. Über die Beschwerde entscheidet die nächste Mitgliederversammlung abschließend.

§ 6 Rechte und Pflichten der Mitglieder

  1. Alle Mitglieder des Vereins haben die gleichen Rechte und Pflichten. Die Mitglieder sind verpflichtet, die Bestimmungen der Satzung einschließlich zugehöriger Ordnungen und die Beschlüsse der Mitgliederversammlung einzuhalten. Sie sind gehalten, den Vorstand bei der Erfüllung seiner Aufgaben zu unterstützen.
  2. Die Mitglieder sind verpflichtet, den Vorstand über die Geschäftsstelle von Namensänderungen, Änderungen des Personenstandes, der Anschrift, der Bankverbindung und Kommunikationsverbindungen umgehend in Kenntnis zu setzen.
  3. Die Mitglieder haben die Pflicht, die Beiträge, Gebühren und Umlagen zu entrichten.
  4. Die Mitglieder sind berechtigt, die Einrichtungen und Leistungen des Vereins in Anspruch zu nehmen, insbesondere Rat und Unterstützung in allen Fragen der Modellierung.
  5. Im Falle der Institutionellen Mitglieder können deren Mitarbeiter bzw. Institutsangehörigen die Rechte gemäß Absatz 4 wahrnehmen. Der Vorstand kann die Anzahl begrenzen. Der Rechtliche Vertreter benennt die entsprechenden Mitarbeiter gegenüber dem Vorstand. Der Vorstand ist berechtigt, einzelne Mitarbeiter aus wichtigem Grund abzulehnen.
  6. Die Persönliche Mitglieder haben
    1. das aktive Wahlrecht mit Vollendung des 18. Lebensjahres
    2. das passive Wahlrecht, wie es für die verschiedenen Vereinsorgane geregelt ist, jedoch frühestens mit der Vollendung des 18. Lebensjahres.
  7. Institutionelle Mitglieder haben das aktive Wahlrecht in der Mitgliederversammlung. Auf jedes Institutionelle Mitglied entfällt genau eine Stimme. Die das Stimmrecht ausübende Person hat die entsprechende Vollmacht vorzulegen.

Dritter Abschnitt Finanzielle Verpflichtungen

§ 7 Beiträge, Gebühren, Umlagen

  1. Die Mitglieder zahlen Mitgliedsbeträge, Gebühren und Umlagen, über deren Höhe die Mitgliederversammlung entscheidet.
  2. In besonderen Fällen ist der Vorstand ermächtigt, den Beitrag zu ermäßigen oder zu stunden.
  3. Gebühren können erhoben werden für die Finanzierung besonderer Angebote des Vereins, die über allgemeine mitgliedschaftliche Leistungen des Vereins hinausgehen.
  4. Vereinsumlagen können bei einem besonderen Finanzbedarf des Vereins, der nicht mit den normalen Etatmitteln gedeckt werden kann, erhoben werden.
  5. Näheres regelt die Beitrags- und Gebührenordnung.

II. Teil Organe des Vereins

Erster Abschnitt Definition

§ 8 Organe des Vereins

  1. Organe des Vereins sind
    • der Vorstand
    • der Beirat
    • die Mitgliederversammlung
  2. Die Organe des Vereins sind verpflichtet, über alle ihnen bekannt werdenden internen Geschäftsvorgänge der Mitglieder sowie von Firmen, denen Vereinsmitglieder angehören, Verschwiegenheit zu bewahren.

Zweiter Abschnitt Vorstand

§ 9 Der Vorstand

  1. Der Vorstand besteht aus 2 vertretungsberechtigten Mitgliedern (dem Vorstandsvorsitzenden und dem stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden), die einzeln vertretungsberechtigt sind, und aus mindestens zwei weiteren, nicht vertretungsberechtigten Mitgliedern. Die Mitglieder des Vorstandes müssen ihrerseits Persönliche Mitglieder des Vereins GVDK sein. Die beiden Vorstandsvorsitzenden vertreten den Verein gerichtlich und außergerichtlich.
  2. Der Vorstand entscheidet in allen Angelegenheiten, die nicht der Beschlussfassung der Mitgliederversammlung unterliegen. Er leitet die gesamte Tätigkeit des Vereins. Dem Vorstand obliegt somit die Führung der laufenden Geschäfte des Vereins. Dabei erfüllt er insbesondere die folgenden Aufgaben:
    • Einberufung der Mitgliederversammlung
    • Ausführen der Beschlüsse der Mitgliederversammlung
    • Aufstellung des Haushaltplanes
    • Buchhaltung
    • Erstellung des Jahresberichtes
    • weitere Aufgaben, die sich aus dieser Satzung ergeben.
  3. Der Vorstand kann für die Geschäfte der laufenden Verwaltung einen Geschäftsführer bestellen. Dieser ist berechtigt, an den Sitzungen des Vorstandes mit beratender Stimme teilzunehmen.

§ 10 Vorstandssitzungen

  1. Vorstandssitzungen finden jährlich mindestens 2 mal statt. Die Einladung zu Vorstandssitzungen erfolgt durch die Vorstandsvorsitzenden schriftlich oder per E-Mail unter Einhaltung einer Einladungsfrist von mindestens 14 Tagen. Es gilt das Datum des Poststempels bzw. der versendeten E-Mail. Das Einladungsschreiben gilt dem Mitglied als zugegangen, wenn es an die letzte vom Vorstandsmitglied schriftlich oder per E-Mail bekannt gegebene (E-Mail)-Adresse gerichtet ist.
  2. Die Vorstandsmitglieder können ihr Stimmrecht durch schriftliche Vollmacht auf ein anderes Vorstandsmitglied übertragen.
  3. Vorstandssitzungen sind beschlussfähig, wenn 2/3 (zwei Drittel) der Vorstandsmitglieder teilnehmen bzw. durch Vollmacht vertreten sind. Sofern eine einberufene Vorstandssitzung nicht beschlussfähig sein sollte, wird eine neue Vorstandssitzung satzungsgemäß einberufen, die dann auf jedem Fall beschlussfähig ist und zwar ohne Rücksicht auf die Anzahl der erschienenen bzw. vertretenen Vorstandsmitglieder.
  4. Der Vorstand fasst seine Beschlüsse mit 2/3-Mehrheit der anwesenden bzw. vertretenen Vorstandsmitglieder.
  5. Beschlüsse des Vorstands können bei Eilbedürftigkeit auch schriftlich, fernmündlich oder in Virtuellen Räumen Web-basiert gefasst werden, wenn sichergestellt ist, dass die Teilnehmenden eindeutig zu identifizieren sind, und alle Vorstandsmitglieder ihre Zustimmung zu diesem Verfahren schriftlich, per E-Mail oder fernmündlich erklären.
  6. Zur Dokumentation der Sitzungen siehe II. Teil§ 23.

§ 11 Amtsperiode des Vorstandes, Nachbesetzung

  1. Der Vorstand wird von der Mitgliederversammlung für die Dauer von 5 Jahren gewählt. Die Wiederwahl der Vorstandsmitglieder ist möglich.
  2. Die Vorstandsmitglieder und Vorstandsvorsitzenden werden von der Mitgliederversammlung in einem besonderen Wahlgang bestimmt. Die jeweils amtierenden Vorstandsmitglieder bleiben nach Ablauf ihrer Amtszeit im Amt, bis Nachfolger gewählt sind.
  3. Scheiden Vorstandsmitglieder vorzeitig aus, so kann der Vorstand für den Rest der Amtsdauer ein neues Vorstandsmitglied berufen. Die Berufung ist durch die nächste Mitgliederversammlung zu bestätigen.

Dritter Abschnitt Beirat

§ 12 Beirat

  1. Der Beirat berät und unterstützt den Vorstand und die Mitgliederversammlung fachlich/wissenschaftlich.
  2. Der Beirat besteht aus mindestens drei Mitgliedern. Die Mitgliederversammlung kann die Anzahl der Beiratsmitglieder verändern, ohne die Grenze gemäß Satz 1 zu unterschreiten. Die Mitglieder des Beirates zeichnen sich durch besondere Sachkenntnis aus; sie sollen gemeinsam durch ihre jeweiligen Tätigkeitsfelder und Fachgebiete ein breites Spektrum der Anwendung des Vernetzten Denkens und des Komplexitätsmanagements abdecken.
  3. Auch Personen, die nicht Persönliches Mitglied des Vereins sind, können in den Beirat gewählt werden. Mindestens ein Mitglied des Beirates muss Persönliches Mitglied des Vereins (I. Teil§ 4(2)) sein.
  4. Vorstandsmitglieder können nicht gleichzeitig Mitglieder des Beirates sein.
  5. Die Wahl erfolgt durch die Mitgliederversammlung. Die Amtszeit beträgt drei Jahre, gerechnet ab dem Tag der Wahl. Das Beiratsmitglied bleibt jedoch bis zur Neuwahl im Amt. Scheidet ein Beiratsmitglied vorzeitig aus dem Beirat aus, ist auf der nächsten Mitgliederversammlung ein neues Mitglied zu wählen. Werden mehr als drei Monate zwischen dem Ausscheiden und der nächsten Mitgliederversammlung liegen, ernennt der Vorstand auf Vorschlag des Beirates ein Ersatzmitglied. Die Ernennung ist auf der nächstfolgenden Mitgliedersammlung zu bestätigen.
  6. Weiteres kann in einer Beiratsordnung geregelt werden, für deren Verabschiedung durch die Mitgliederversammlung II. Teil§ 18 (4) gilt.

§ 13 Beiratssitzungen

  1. Mindestens einmal im Halbjahr soll eine Beiratssitzung stattfinden. Zur Konstituierenden Sitzung des Beirates lädt der Vorstandsvorsitzende oder sein Stellvertreter ein. Auf dieser Sitzung wählt der Beirat seinen Sprecher sowie dessen Vertreter. In der Folge lädt der Sprecher, im Falle seiner Verhinderung sein Vertreter zu den Sitzungen ein.
  2. Die Mitglieder sind schriftlich bzw. per E-Mail unter Angabe einer vorläufigen Tagesordnung mit einer Frist von mindestens zwei Wochen zu der Sitzung einzuladen. Es gilt das Datum des Poststempels bzw. der versendeten E-Mail. Das Einladungsschreiben gilt dem Mitglied als zugegangen, wenn es an die letzte vom Beiratsmitglied schriftlich bekannt gegebene (E-Mail)-Adresse gerichtet ist. Der Vorstand ist davon durch Übersenden der Einladung in Kenntnis zu setzen.
  3. Die Mitglieder des Vorstandes haben Zutritt bei den Beiratssitzungen sowie das Recht auf Beratung, jedoch kein Stimmrecht.
  4. Der Beirat bildet seine Meinung durch Beschlussfassung, für die die einfache Mehrheit der gültigen abgegebenen Stimmen ausreicht. Der Beirat ist beschlussfähig, wenn mehr als die Hälfte seiner Mitglieder anwesend sind.
  5. Beschlüsse des Beirates können bei Eilbedürftigkeit auch schriftlich, fernmündlich oder in Virtuellen Räumen Web-basiert gefasst werden, wenn sichergestellt ist, dass die Teilnehmenden eindeutig zu identifizieren sind, und alle Beiratsmitglieder ihre Zustimmung zu diesem Verfahren schriftlich, per E-Mail oder fernmündlich erklären.
  6. Die Beschlüsse sind gemäß § 23 zu dokumentieren.
  7. Liegt die letzte Beiratssitzung mehr als einen Turnus zurück, soll der Vorstand zu einer Beiratssitzung einladen.

Vierter Abschnitt Mitgliederversammlung

§ 14 Mitgliederversammlung

  1. Die Mitgliederversammlung setzt sich zusammen aus den Stimmberechtigten gemäß § 1(6) und ist das oberste Organ des Vereins.
  2. Sie ist zuständig für alle Aufgaben soweit diese nicht Kraft Gesetz oder dieser Satzung dem Vorstand oder anderen Vereinsorganen obliegen. Dazu gehören insbesondere die folgenden Aufgaben:
    • Wahl der Vorstandsmitglieder und der Vorstandsvorsitzenden
    • Entgegennahme des Geschäftsberichts und des Jahresabschlusses
    • Wahl der Kassenprüfer
    • Entgegennahme des Berichts der Kassenprüfer
    • Wahl der Beiratsmitglieder
    • Verabschiedung, Änderung der Beiratsordnung
    • Entlastung des Vorstandes
    • Entgegennahme der Budgetplanung für das kommende Geschäftsjahr und der für das laufende Geschäftsjahr ggf. angepassten Budgetplanung sowie deren Verabschiedung
    • Festsetzung der Höhe und Zahlungsweise der Mitgliedsbeiträge, der Aufnahmegebühren, weiterer Gebühren und erforderlichenfalls Umlagen in Form einer Beitrags- und Gebührenordnung sowie erforderlichenfalls ergänzender Regelungen
    • Änderung der Satzung
    • Änderung des Vereinszweckes
    • Verabschiedung, Änderung und Aufhebung die Satzung ergänzender Ordnungen
    • Auflösung des Vereins

§ 15 Einberufen der Mitgliederversammlung

  1. Mindestens einmal jährlich ist eine ordentliche Mitgliederversammlung einzuberufen. Die Tagesordnung umfasst insbesondere die folgenden Punkte
    • Feststellen der ordnungsgemäßen Ladung und Beschlussfähigkeit
    • Bericht des Vorstandes
    • Bericht zur Finanzlage
    • Bericht der Kassenprüfer
    • Entlastung des Vorstandes
    • ggf. Wahlen zum Vorstand
    • ggf. Wahlen zum Beirat
    • Wahl der Kassenprüfer
    • Beschlussfassung über vorliegende Anträge
    • Sonstiges.
  2. Außerordentliche Mitgliederversammlungen sind einzuberufen, sofern dies im Interesse des Vereins notwendig ist, und ferner, wenn eine Mehrheit von 3/4 des Vorstands oder mindestens 1/5 der Mitglieder unter Angabe der Tagesordnung die Einberufung einer Mitgliederversammlung fordert.
  3. Die Einberufung erfolgt durch den Vorstandsvorsitzenden, bei dessen Verhinderung durch seinen Stellvertreter, bei dessen Verhinderung durch ein anderes Vorstandsmitglied. Die Mitglieder sind schriftlich bzw. per E-Mail unter Angabe einer vorläufigen Tagesordnung mit einer Frist von mindestens zwei Wochen zu der Versammlung einzuladen. Es gilt das Datum des Poststempels bzw. der versendeten E-Mail. Das Einladungsschreiben gilt dem Mitglied als zugegangen, wenn es an die letzte vom Mitglied des Vereins schriftlich bekannt gegebene (E-Mail)-Adresse gerichtet ist.
  4. Jede satzungsgemäß einberufene Mitgliederversammlung ist beschlussfähig, und zwar ohne Rücksicht auf die Anzahl der erschienenen Mitglieder. § 28 bleibt unberührt.
  5. Den Vorsitz einer Mitgliederversammlung führt der Vorstandsvorsitzende, bei dessen Verhinderung sein Stellvertreter.

§ 16 Stimmrecht

  1. Das Stimmrecht natürlicher Personen gemäß I. Teil§ 6 (6) kann per schriftlicher Vollmacht auf ein anderes Mitglied (Persönliches Mitglied) übertragen werden. Ein Mitglied kann jedoch höchstens fünf Stimmrechte auf sich vereinigen. Die Vollmachten sind dem jeweiligen Versammlungsleiter bekannt zu geben und zu Protokoll zu nehmen.
  2. Das Stimmrecht ist jedoch ausgeschlossen, wenn die Beschlussfassung der Mitglie-derversammlung die Vornahme eines Rechtsgeschäfts mit einem Mitglied oder Einleitung oder Erledigung eines Rechtsstreits zwischen einem Mitglied und dem Verein betrifft. Das gilt entsprechend auch für die Entlastung der Vorstandsmitglieder.

§ 17 Anträge zur Mitgliederversammlung

  1. Die Mitglieder sind berechtigt, zur Mitgliederversammlung Anträge zur Tagesord-nung zu stellen. Diese müssen dem Vorstand spätestens eine Woche vor der Versammlung schriftlich zugegangen sein. Fristgemäß gestellte Anträge sind nachträglich auf die Tagesordnung zu nehmen. Die Anträge müssen den Mitgliedern nicht vor der Mitgliederversammlung bekannt gegeben werden. Nach Ablauf der Frist gestellte Anträge können nur zur Entscheidung in der Mitgliederversammlung zugelassen werden durch Entscheidung der Mitgliederversammlung mit einer Mehrheit von 2/3 der anwesenden Stimmberechtigten.
  2. Für Anträge, die eine Änderung der Satzung, einer Ordnung und/oder des Vereinszweckes zum Gegenstand haben, gilt (1) nicht. Diese Anträge müssen dem Vorstand spätestens vier Wochen vor der Versammlung einschließlich der erforderlichen Unterlagen schriftlich zugegangen sein. Erforderlich sind der bisherige Text und der zur Abstimmung zu bringende neue Text der Satzung bzw. Ordnung einander gegenüber zu stellen. Diese Anträge sind den Mitgliedern zusammen mit der Einladung bekannt zu machen. Nach Ablauf der Frist gestellte Anträge können nicht mehr zur Entscheidung zugelassen werden.
  3. Für Anträge, die die Auflösung des Vereins zum Gegenstand haben, gilt (1) nicht. Dazu wird auf § 28 dieser Satzung verwiesen.
  4. Das Datum der nächsten ordentlichen Mitgliederversammlung ist durch den Vorstand mindestens 2 Monate vorher allen Mitgliedern bekannt zu geben. Auf die hier beschriebenen besonderen Antragsfristen ist dabei hinzuwiesen.
  5. Die Anträge sind über die Vereinsadresse an den Vorstandsvorsitzenden zu senden.

§ 18 Beschlussfassung der Mitgliederversammlung

  1. Alle Abstimmungen erfolgen per Handzeichen oder Stimmkarte(n), sofern nichts anderes beantragt wurde oder im Folgenden anders geregelt ist.
  2. Beschlüsse werden mit einfacher Stimmenmehrheit gefasst. Stimmenthaltungen bleiben außer Betracht. Bei gleicher Stimmenzahl gilt der Antrag als abgelehnt.
  3. Soweit die Beschlüsse eine Änderung der Satzung zum Gegenstand haben, ist eine 2/3-Mehrheit der anwesenden Stimmen erforderlich.
  4. Soweit die Beschlüsse die Schaffung, die Änderung oder Aufhebung einer Ordnung zum Gegenstand haben, ist eine 2 /3-Mehrheit der anwesenden Stimmen erforderlich.
  5. Soweit die Beschlüsse eine Änderung des Vereinszweckes zum Gegenstand haben, ist eine 3/4-Mehrheit der anwesenden Stimmberechtigten erforderlich, wenn mindestens die Hälfte der Mitglieder vertreten ist.
  6. Die Beschlussfassung über Satzungsänderungen, Ordnungen, Änderungen des Vereinszweckes und Auflösung des Vereins erfolgt mittels Abgabe von Stimmzetteln in geheimer Abstimmung.

§ 19 Wahlen in der Mitgliederversammlung

  1. Die Wahlen erfolgen mittels Abgabe von Stimmzetteln in geheimer Wahl.
  2. Kandidieren Mitglieder des alten Vorstandes erneut, übergibt der bisherige Versammlungsleiter (i.d.R. der Vorstandsvorsitzende) die Leitung der Versammlung an den Vorsitzenden eines dreiköpfigen Wahlausschusses, den die Mitgliederversammlung aus ihrer Mitte wählt. Mitglieder des Wahlausschusses können ihrerseits nicht für ein Vorstandsamt kandidieren. Dem Wahlausschuss obliegt die Durchführung und Protokollierung der gesamten Vorstandswahl. Nach Abschluss der Vorstandswahl übergibt der Wahlausschussvorsitzende die Versammlungsleitung an den neuen Vorstandsvorsitzenden.
  3. Die Mitglieder des Vorstandes, Beirates oder die Kassenprüfer sind in einzelnen getrennten Wahlgängen zu bestimmen.
  4. Gewählt ist der/die Kandidat/in, der die absolute Mehrheit der abgegebenen Stimmen auf sich vereinigt. Stimmenthaltungen bleiben außer Betracht.
  5. Hat im ersten Wahlgang kein/e Kandidat/in die absolute Mehrheit der abgegebenen gültigen Stimmen erreicht, findet eine Stichwahl zwischen den Kandidat(inn)en statt, welche die beiden höchsten Stimmenzahlen erreicht haben. Bei Stimmengleichheit entscheidet das Los.
  6. Mitglieder, die an der Teilnahme bei der Mitgliederversammlung verhindert sind, können, wenn sie sich vorab schriftlich zur Annahme eines Amtes bereiterklären, in Abwesenheit gewählt werden.

§ 20 Satzungsänderung

  1. Die besonderen Vorschriften für die Anträge auf Änderung der Satzung sind in § 17 (2) beschrieben.
  2. Für die Annahme eines Antrages auf Satzungsänderung ist eine qualifizierte Mehrheit gemäß II. Teil§ 18(3) erforderlich.
  3. Satzungsänderungen, die Aufsichts-, Gerichts- oder Finanzbehörden aus formalen Gründen auferlegen, kann der Vorstand selbst vornehmen. Die Mitglieder sind umgehend schriftlich oder per E-Mail von dieser Satzungsänderung in Form einer Gegenüberstellung mit Begründung in Kenntnis zu setzen.

§ 21 Ordnungen

  1. In Ergänzung zu dieser Satzung und den hierin bereits veranlagten Ordnungen kann die Mitgliederversammlung weitere Ordnungen in Kraft setzen, ändern und außer Kraft setzen.
  2. Die Regelungen einer Ordnung dürfen keine Regelungen der Satzung außer Kraft setzen.
  3. Die besonderen Vorschriften für die Anträge auf Schaffung, Änderung und Außerkraftsetzung einer Ordnung sind in § 17 (2) beschrieben.
  4. Für die Annahme eines Antrages auf Schaffung, Änderung und Außerkraftsetzung einer Ordnung ist eine qualifizierte Mehrheit gemäß § 18(4) erforderlich.

§ 22 Änderung des Vereinszweckes

  1. Die besonderen Vorschriften für die Anträge auf Änderung des Vereinszweckes sind in § 17 (2) beschrieben.
  2. Für die Annahme eines Antrages auf Änderung des Vereinszweckes ist eine qualifizierte Mehrheit gemäß II. Teil§ 18(5) erforderlich.

Fünfter Abschnitt Dokumentation

§ 23 Sitzungsniederschrift

  1. Über die Beschlüsse des Vorstands, des Beirates sowie der Mitgliederversammlung ist ein Protokoll aufzunehmen, das vom Leiter der Sitzung und vom Protokollführer zu unterzeichnen ist.
  2. Das Protokoll soll folgende Feststellungen enthalten:
    • Art, Ort und Zeit der Versammlung, die Person(en) der Leitung der Sitzung sowie des/der Protokollführer(s),
    • die Liste der erschienenen Mitglieder und Gäste,
    • die Tagesordnung,
    • den Wortlaut der Anträge,
    • die Art der Abstimmung, die Feststellung der Beschlussfähigkeit, die einzelnen Abstimmungsergebnisse und die Feststellung, ob der Antrag abgelehnt oder angenommen ist, sowie
    • bei Wahlen die Kandidaten, die Art der Wahl, die Feststellung der Beschlussfähigkeit, die Ergebnisse mit der Feststellung, wer gewählt wurde und ob das fragliche Amt angetreten wird.
  3. Bei Satzungs- und Ordnungsänderungen und Änderungen des Vereinszweckes soll der Wortlaut der geänderten Bestimmungen in das Protokoll aufgenommen werden.

III. Teil Weitere Regelungen

Erster Abschnitt Finanzen

§ 24 Kassenprüfer

  1. Auf der ordentlichen Mitgliederversammlung werden zwei Kassenprüfer gewählt, die kein sonstiges Amt innerhalb des Vereins bekleiden dürfen. Die Amtszeit beträgt ein Jahr.
  2. Die Kassenprüfer prüfen vor jeder ordentlichen Mitgliederversammlung die Kassenbelege, Kassenbücher sowie die Kasse des Vereins. Sie haben insbesondere darauf zu achten, dass die Mittel des Vereins satzungskonform verwendet werden, die Ansätze des Haushaltsplanes eingehalten werden und sich das Finanzwesen des Vereins auf einer soliden Grundlage bewegt. Über das Ergebnis der Prüfung haben sie dem Vorstand und der Mitgliederversammlung zu berichten.
  3. Ein und dieselbe Person kann das Kassenprüferamt nicht länger als zwei Amts-perioden in Folge innehaben.

§ 25 Vergütung der Vereinstätigkeit

  1. Der Vorstand ist im Rahmen der in dieser Satzung festgelegten Kompetenzen berechtigt, zur Erreichung des Vereinszweckes und zur Durchführung seiner Aufgaben haupt- oder nebenberuflich beschäftigte Personen einzustellen sowie Tätigkeiten für den Verein gegen Zahlung einer angemessenen Vergütung oder Aufwandsentschädigung zu beauftragen.
  2. Der Vorstand kann darüber hinaus besondere Vertreter gem. § 30 BGB bestellen und abberufen und deren Wirkungskreis bestimmen.
  3. Der Vorstand kann für seine Tätigkeit eine angemessene Vergütung erhalten.

Zweiter Abschnitt Struktur

§ 26 Regionen

  1. (1) Die Mitglieder organisieren sich in Regionalgruppen zu gemeinsamen Veranstaltungen in Sinne des in § 2 beschriebenen Vereinszweckes und der dort beschriebenen Aufgaben.
  2. Die Regionalgruppen bilden keine rechtlich selbständigen Einheiten.
  3. Näheres regelt die Regionalordnung.

Dritter Abschnitt Beilegung von Streitfällen

§ 27 Konfliktmanagement; Beilegung von Streitfällen

  1. Die Mitgliederversammlung bestellt einen Konfliktmanager, an den sich die Parteien im Konfliktfall wenden können. Die Person des Konfliktmanagers muss über die entsprechende Befähigung und Kenntnisse über Konfliktbearbeitung verfügen. Diese Kenntnisse können durch ein entsprechendes Ausbildungszertifikat nachgewiesen werden.
  2. Bei allen Streitigkeiten aus dieser Satzung, auch hinsichtlich ihrer Wirksamkeit, werden die Mitglieder zunächst über eine Einigung miteinander verhandeln.
  3. Bei allen anderen Streitigkeiten zwischen Mitgliedern und/oder Mitarbeitern, Gruppen von Mitgliedern und/oder Mitarbeitern oder zwischen Organen des Vereins untereinander und/oder mit Mitgliedern und/oder Mitarbeitern ist zunächst eine vereinsinterne Konfliktlösung auf dem Wege der Mediation anzustreben, soweit diese Streitigkeiten den Verein betreffen.
  4. In den Konfliktfällen gemäß Abs. 1 und 2 können eine oder mehrere Konfliktparteien dazu den Konfliktmanager anrufen. Der Konfliktmanager kann auch aus eigenem Antrieb auf die Konfliktparteien einwirken und eine Mediation vorschlagen. Der Konfliktmanager unterstützt die Konfliktparteien bei der Auswahl eines/r Mediators/in gemäß der Kriterien aus Absatz 6. Soweit vorhanden ist ein vereinsinterner, entsprechend qualifizierter Mediator zu bevorzugen. Er erhält für seine Tätigkeit keine Vergütung, jedoch einen Ersatz der Auslagen gemäß § 4 Absatz 3. Für vereinsexterne Mediatoren/innen gilt § 4 Absatz 2 und 3.
  5. Gelingt es den Konfliktpartnern nicht, ihre Meinungsverschiedenheiten binnen 30 Tagen nach Beginn der Verhandlungen beizulegen, werden sie eine Mediation nach einer geeigneten Verfahrensordnung (zum Beispiel des z.B. Bundesverband Mediation e.V. (BM) oder des BMWA (Bundesverband für Mediation in Wirtschaft und Arbeitswelt e.V.)) durchführen. Dasselbe gilt, wenn die Verhandlungen nicht binnen 14 Tagen nach Zugang der Aufforderung eines Beteiligten zu gütlichen Verhandlungen aufgenommen worden sind.
  6. Begriffsbestimmungen (gemäß § 1 MediationsG)
    1. Mediation ist ein vertrauliches und strukturiertes Verfahren, bei dem die Parteien mithilfe eines oder mehrerer Mediatoren freiwillig und eigenverantwortlich eine einvernehmliche Beilegung ihres Konfliktes anstreben.
    2. Ein Mediator ist eine unabhängige und neutrale Person ohne Entscheidungsbefugnis, die die Parteien durch die Mediation führt.
    3. Seine/Ihre fachliche Eignung weist der/die Mediator/in durch eine entsprechende Ausbildung nach. Diese ist gegeben, wenn sie den Richtlinien der einschlägigen Berufsverbände (z.B. Bundesverband Mediation e.V. (BM), Bundesverband für Mediation in Wirtschaft und Arbeitswelt e.V. (BMWA)) genügt. Eine Zertifizierung durch einen Berufsverband ist wünschenswert, aber nicht zwingend.
    4. Der/Die Mediator/in muss seine/ihre Neutralität und Unabhängigkeit sicherstellen (vgl. § 3 MediationsG).
    5. Die geeignete Verfahrensordnung kann auch durch die Auswahl des/der entsprechend ausgebildeten Mediators/in sichergestellt sein.
  7. Gelangen die Beteiligten nicht zu einem Mediationsergebnis, so kann jeder Beteiligte ein gerichtliches Verfahren einleiten. In diesem Falle verpflichten sich die Konfliktparteien bereits jetzt, dass sie den/die Mediator/in oder die MediatorInnen nicht zum Zeugen in diesem Verfahren berufen.
  8. Die Kosten für das Mediationsverfahren teilen sich die Konfliktparteien.

§ 28 Auflösung des Vereins

  1. Über die Auflösung des Vereins entscheidet eine eigens dazu einberufene Mitgliederversammlung.
  2. Die Einberufung erfolgt durch den Vorstand. Die Mitglieder sind schriftlich bzw. per E-Mail unter Angabe einer vorläufigen Tagesordnung mit einer Frist von mindestens vier Wochen zu der Versammlung einzuladen. Es gilt das Datum des Poststempels bzw. der versendeten E-Mail. Das Einladungsschreiben gilt dem Mitglied als zugegangen, wenn es an die letzte vom Mitglied des Vereins schriftlich bekannt gegebene (E-Mail)-Adresse gerichtet ist.
  3. Die Mitgliederversammlung ist beschlussfähig, wenn mindestens die Hälfte aller Stimmrechte vertreten ist. Ist die Mitgliederversammlung danach nicht beschlussfähig, so ist mit zweiwöchiger Frist eine weitere Mitgliederversammlung mit gleicher Tagesordnung einzuberufen. Diese Mitgliederversammlung ist in jedem Fall beschlussfähig.
  4. Der Beschluss zur Auflösung des Vereins bedarf einer Mehrheit von zwei Dritteln der stimmberechtigten anwesenden bzw. vertretenen Mitglieder.

§ 29 Vermögensanfall

  1. Bei Auflösung oder Aufhebung des Vereins oder bei Wegfall steuerbegünstigter Zwecke fällt das Vermögen des Vereins an die <Name der Körperschaft>, die es unmittelbar und ausschließlich für den gemeinnützigen Zweck der Förderung der Volks- und Berufsbildung (Bildung) zu verwenden hat. Insbesondere soll durch den Einsatz des Vermögens die Neugründung eines Vereins mit gleicher Zielsetzung gefördert werden.
  2. Die Mitgliederversammlung ernennt zur Abwicklung zwei Liquidatoren.